06.10.2018


Du stirbst heute nicht


Ambulanter Hospizdienst und Bölsche-Schule veranstalteten im Rahmen der Hospizwoche

Seelenbretter von Schülern der 10. Klasse-Kunstkurs

Eine Lesung die fesselte

Der ausgezeichnete Roman "Du stirbst nicht"

Für das leibliche Wohl und gute Gespräche war gesorgt

Info

Am 26. September 2018 fand in der Wilhelm-Bölsche-Schule eine Veranstaltung des Ambulanten Hospizdienstes Friedrichshagen unter dem Titel „Hospiz goes Kiez“ statt.

Im Pressetext hieß es dazu unter anderem: "Seit dem letzten Jahr beschreibt dieses Motto zugleich das Vorgehen, wodurch sich die annähernd 2000 Menschen, die sich ehren- und hauptamtlich im Berliner Hospiz- und PalliativVerband engagieren, sichtbar machen möchten. Dass die Themen Tod, Trauer, Abschied und Sterben eine Möglichkeit bekommen, über sie nachzudenken, dafür organisierte der Hospizdienst der Sozialstiftung Köpenick für die 21. Hospizwoche eine öffentliche Veranstaltung."

Ein heikles menschliches wie auch zwischenmenschliches Thema wurde in besonderer Weise aufgegriffen.

Den musikalischen Rahmen bildete das Quartett "RoKuLa" mit swingenden Melodien.

Im Hauptteil der Veranstaltung las Kathrin Schmidt aus ihrem mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Roman "Du stirbst nicht." Das teilweise autobiographische Werk der Autorin, die vor Jahren einen Schlaganfall erlitt, gibt tiefe und berührende Einblicke in die Gedanken- und Erlebniswelt einer Frau, die urplötzlich an der Schwelle des Todes steht und in Zwiesprache mit sich selbst und der Hilfe von Menschen um sie herum wieder in die Realität zurückfindet. Später durften sich einige Zuhörer noch über ein handsigniertes Exemplar freuen.

Die Herangehensweise an das Thema Hospizarbeit inklusive der vielfältigen Aspekte, die jeder Mensch mit dem Thema Krankheit, Sterben und Tod verbindet, wurde von Schülern des Kunstkurses der Wilhelm-Bölsche-Schule aufgegriffen und in eigenen Werken dargestellt. Sogenannte Seelenbretter, die innerhalb einer Vernissage vorgestellt wurden und auch zuvor schon viele Blicke auf sich zogen, zeigten sehr individuelle Gedanken junger Menschen zum Thema. Nur schade, dass von den jungen Kreativen niemand erschienen war...

Die Veranstaltung, die alles in allem vielleicht ein ganz klein wenig unter dem Radar flog, bot ungeachtet dessen qualitativ hochwertigen Inhalt und beeindruckte.

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